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Wir über uns...

„Erinnert euch an das Zauberwort!” flüstert Sonja Merz und sucht den Blickkontakt zu den Spielern. Das zweite Intensivprobenwochenende des Jahres ist zur Hälfte überstanden. Wie immer, wenn Euphonia probt, ist draußen das schönste Wetter, drinnen brütende Hitze. Knapp zwei Dutzend Spieler sitzen im Halbkreis, die schweren Instrumente auf dem Schoß.
Wer an Akkordeonmusik denkt, hat häufig entweder Schlager- oder Volksmusik im Kopf. Die „Quetschkommode” wird eher belächelt als gefeiert. Dabei ist das Akkordeon ein extrem vielfältiges und facettenreiches Instrument, wie das Akkordeonorchester Euphonia seit Jahren beweist.
Das Repertoire des Orchesters reicht von Tangomusik über klassische Bearbeitungen bis hin zu Originalkompositionen für Akkordeon.
Dabei steht stets die Spielfreude im Vordergrund. Die Begeisterung für die Musik und für dieses etwas störrische „Instrument zum Umarmen” ist es, was die Spieler anspornt, immer wieder ihr Bestes zu geben und in manchmal mühevoller Probenarbeit ein Stück so zu erarbeiten, dass es die Herzen der Zuschauer erreicht.
Dirigentin Sonja Merz hat ihre ganz eigene Methode, das Gefühl für die Musik zu vermitteln. Da gibt es mitunter immer wieder „Zauberwörter” die den Zugang zu bestimmten Rhythmen erleichtern und kleine Geschichten, die sich durch die einzelnen Stücke ziehen.
Euphonia ist mehr als ein lose zusammengewürfelter Haufen von Akkordeonspielern. Das gemeinsame Musizieren hat über die Jahre viele Freundschaften hervorgebracht. Die regelmäßigen intensiven Probenwochenenden bieten neben der detaillierten Arbeit an den Musikstücken auch stets eine willkommene Gelegenheit sich in den Pausen
miteinander auszutauschen - insbesondere mit jenen, die nicht zu den wöchentlichen Proben kommen können.
Euphonia ist zwar ein Berliner Orchester, doch in vielen Fällen hat sich herausgestellt: Wenn das Leben die Spieler an andere Orte verschlägt, verlassen diese zwar die Stadt, nicht aber das Orchester und reisen zu Probenwochenenden und Konzerten viele
Kilometer weit an.
Dieser Zusammenhalt ist es, der Euphonia ausmacht und die Kommunikation untereinander auf musikalischer Ebene wesentlich erleichtert.
„Hört ihr das Zauberwort?” fragt Sonja Merz noch einmal und hebt den Taktstock. Was das Zauberwort ist? Vielleicht erraten Sie es ja, wenn Sie bei Ihrem nächsten Konzertbesuch ganz genau hinhören.
(Julia Weber)

„Ein Instrument zum Umarmen - Das Akkordeon ist keine uncoole Quetschkommode. Das zeigt das Orchester Euphonia mit seinen klassischen Spielereien."
(Inna Hartwich, Berliner Zeitung, 28. Januar 2016)

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