Euphonia stellt sich vor

„Erinnert euch an das Zauberwort!” flüstert Sonja Merz und sucht den Blickkontakt zu den Spielern. Das zweite Intensivprobenwochenende des Jahres ist zur Hälfte überstanden. Wie immer, wenn Euphonia probt, ist draußen das schönste Wetter, drinnen brütende Hitze. Knapp zwei Dutzend Spieler sitzen im Halbkreis, die schweren Instrumente auf dem Schoß.

Das Repertoire des Orchesters reicht von Tangomusik über klassische Bearbeitungen bis hin zu Originalkompositionen für Akkordeon. Dabei steht stets die Spielfreude im Vordergrund. Die Begeisterung für die Musik und für dieses etwas störrische „Instrument zum Umarmen” ist es, was die Spieler anspornt, immer wieder ihr Bestes zu geben und in manchmal mühevoller Probenarbeit ein Stück so zu erarbeiten, dass es die Herzen der Zuschauer erreicht.

Dirigentin Sonja Merz hat ihre ganz eigene Methode, das Gefühl für die Musik zu vermitteln. Da gibt es mitunter immer wieder „Zauberwörter” die den Zugang zu bestimmten Rhythmen erleichtern und kleine Geschichten, die sich durch die einzelnen Stücke ziehen.

Euphonia ist mehr als ein lose zusammengewürfelter Haufen von Akkordeonspielern. Das gemeinsame Musizieren hat über die Jahre viele Freundschaften hervorgebracht. Die regelmäßigen intensiven Probenwochenenden bieten neben der detaillierten Arbeit an den Musikstücken auch stets eine willkommene Gelegenheit sich in den Pausen miteinander auszutauschen.

Dieser Zusammenhalt ist es, der Euphonia ausmacht und die Kommunikation untereinander auf musikalischer Ebene wesentlich erleichtert.

„Wer bei Akkordeonmusik an Karl Moik und das Musikantenstadl denkt, der hat das Orchester Euphonia noch nicht gehört.“

(Berliner Woche, 2.11.2005)

Das klingt toll! Ich möchte gerne mitspielen!

Du findest unsere Beschreibung klingt spannend? Du warst bei einem unserer Konzerte und möchtest gerne beim nächsten Mal mit uns auf der Bühne sitzen, statt nur zuzuhören? Du bist neu in Berlin und dein altes Orchester ist viel zu weit weg? Euphonia freut sich immer über neue Mitspieler. Orchestererfahrung ist gern gesehen aber nicht zwangsweise notwendig. Melde dich einfach bei Interesse per Email bei uns und komm zu einer Probe vorbei! Wir freuen uns auf dich!

Sonja Merz — musikalische Leitung

Sonja Merz verbrachte ihre Kindheit und Jugend im süddeutschen Burgau. Schon früh führte vor allem ihr Vater sie an die Musik heran und förderte ihre musikalische Ausbildung und Liebe zur Musik.

Mit drei Jahren bekam sie den ersten Blockflötenunterricht, dem im Laufe der folgenden Jahre das Erlernen von vielen weiteren Instrumenten folgte. Am Konservatorium in Trossingen studierte sie Akkordeon, Klavier, Blockflöte und Kirchenorgel und legte dort im Jahr 1983 als Jahrgangsbeste ihr Examen ab.

1984 zog es Sonja Merz nach Berlin, wo sie dann im Folgejahr das Akkordeonorchester Euphonia gründete. Mit dem Wunsch, das so oft verkannte Instrument in ein anderes Licht zu stellen, erarbeitet sie mit ihren Musikern ein breitgefächertes Repertoire mit immer neuen Schwerpunkten. Diese Vielseitigkeit machte es möglich, dass Euphonia als erstes Akkordeonorchester im großen Saal der Berliner Philharmonie auftrat. Ihre ganz besondere Vorliebe für den Tango gipfelte bisher in gemeinsamen Auftritten mit Bandoneongrößen wie Luis Stazo und Peter Reil.